SEPA Single Euro Payments Area

Die Einführung von SEPA Ende Januar 2008 ermöglicht Zahlungstransaktionen in einem einheitlichen europäischen Format.
Erstinformationen Single Euro Payments Area (SEPA)
Was bedeutet SEPA?
SEPA ist ein einheitlicher Euro- Zahlungsverkehrsraum, in dem alle Zahlungen wie inländische Zahlungen behandelt werden.
Wann wird SEPA Realität?
Stichtag für SEPA war der 28. Januar 2008.
Ab diesem Datum werden alle Banken zunächst neben ihren „alten" nationalen Zahlungsverkehrsprodukten im Euroraum „neue" grenzüberschreitende Zahlungsverkehrsinstrumente anbieten, die für Inland- als auch für Auslands-Transaktionen genutzt werden können.
Was ist die Payment Services Directive (PSD)?
Die Payment Services Directive ist die notwendige EU-Richtlinie für Zahlungsdienste im Binnenmarkt der EU.
Sie wird benötigt, um den Marktteilnehmern insbesondere bei der SEPA-Lastschrift die nötige Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Gibt es Auswirkungen für die Electronic Banking Produkte?
Sämtliche eBanking-Produkte werden angepasst.
Welche Veränderungen gibt es in den Datenformaten?
Die SEPA-Datenmodelle sehen einheitlich das XML Format ISO 20022 vor.
XML (Extensible Markup Language) ist ein Standard zur Modellierung von halb strukturierten Daten in Form einer Baumstruktur und wird z.B. im Bereich des Internets verwendet. Das Format ist flexibel und ermöglicht den Transport von Zusatzinformationen, so dass auch Erweiterungen der SEPA-Basisprodukte (AOS) möglich sind. Langfristig sollen die nationalen Formate ganz durch ISO 20022 abgelöst werden.
Wie erfolgt der Übergang zum SEPA Euro-Zahlungsverkehr?
Die Einführung des SEPA-Verfahrens erfolgte am 28. Januar 2008. Die bisher eingesetzten Zahlungsinstrumente bleiben zunächst weiterhin parallel nutzbar.
Welche neuen Produkte wird es geben?
SEPA Überweisung (SCT):
Europaweite Überweisung ohne Betragsgrenze.
Statt Kontonummer und Bankleitzahl werden IBAN und BIC verwendet.
SEPA Lastschrift (SDD):
Europaweite Lastschriften, möglich durch ein einheitliches Lastschriftverfahren. Es unterstützt die Angabe eines Fälligkeitsdatums.
SEPA Karten:
Einheitliche Handhabung und Gebührenberechnung von Kartenzahlungen innerhalb Europas.
Muss auf SEPA umgestiegen werden?
Sie können die bekannten, nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren weiterhin nutzen.
Jedoch prognostizieren wir für SEPA in der Zukunft eine führende Rolle im Zahlungsverkehr.
Der Umstieg bzw. die zusätzliche Nutzung von SEPA-Produkten kann Ihnen zudem verschiedene Vorteile bringen.
Welche Vorteile bringt SEPA einem Unternehmen?
SEPA bedeutet für Ihr Unternehmen die Möglichkeit zur Verwendung eines Zahlungsinstruments für alle Transaktionen innerhalb der EU- und EWR-Staaten. Durch ein europaweit einheitliches Lastschriftverfahren bietet sich für unsere Großkunden zudem ein Rationalisierungspotential. Einheitliche Datensatzformate sorgen dabei für die von der Bank und dem Zielort unabhängige Abwicklung von inländischen und europäischen Zahlungen. Durch Neuerungen, wie der Einführung eines Fälligkeitsdatums bei Lastschriften, lässt sich eine Verbesserung der Liquiditätssteuerung Ihres Unternehmens erreichen. SEPA bedeutet daher Chancen, auch für Ihr Unternehmen.
Muss ich etwas an meiner Zahlungsverkehrssoftware ändern?
Zurzeit besteht kein Handlungsbedarf. Alle aktuellen Softwarelösungen können weiterhin verwendet werden. Die Softwarehersteller arbeiten an der Umsetzung der SEPA-Vorgaben und werden rechtzeitig ein Software-Update bereitstellen.
Ändert sich etwas an den Meldegrenzen?
Derzeit sind noch keine Aussagen zu den Meldegrenzen durch die Deutsche Bundesbank getroffen worden. Sobald uns Neuigkeiten vorliegen, werden wir Sie auch hierüber informieren.
Ändert sich etwas an den MT940-Kontoauszügen?
Änderungen in den Formaten MT940, MT942 (ZKA) wurden im April 2007 beschlossen. Diese Formate werden in allen eBanking-Produkten Anwendung finden.
Gelten erteilte Einzugsermächtigungen auch nach dem 28. Januar 2008?
Die nach dem alten Verfahren erteilten Einzugsermächtigungen gelten natürlich auch weiterhin.
Wollen Sie allerdings das neue SEPA-Verfahren nutzen, so müssen Sie sich eine neue Einzugsermächtigung erteilen lassen. Diese wird Mandat genannt.
Was ist ein Mandat?
Das Mandat ist die Vereinbarung zwischen dem Zahlungsempfänger und dem Zahlungspflichtigen, das den Zahlungsempfänger berechtigt vom Konto des Zahlungspflichtigen Einzüge durchführen zu dürfen.
Das Mandat zeichnet sich durch eine eindeutige Mandatsnummer aus, welche im Datensatz mitgeliefert werden muss.
Was ist ein Creditor Identifier und woher erhält der Kunde diesen?
Der Creditor Identifier (CI) ist eine europaweit einheitliche Einreichernummer, der Sie eindeutig identifiziert. Sie benötigen diesen, um Lastschriften einreichen zu können. Zurzeit ist noch nicht festgelegt, wer diesen Creditor Identifier vergibt. Überlegungen gehen von der Deutschen Bundesbank als Vergabestelle aus.




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